Militär in Magolsheim

1895 musste Magolsheim rund 500 Hektar, mehr als ein Drittel der Markungsfläche, für den neuen Gefechtsschießplatz an das Württembergische Königreich abtreten. Als dieser Ende der 1930er-Jahre auf 6700 Hektar vergrößert wurde, verlor die Gemeinde weitere 72 Hektar an Äcker, Wiesen und Wäldern.

Da auf der ehemaligen Magolsheimer Markung der 1899 eingeweihte Beobachtungsturm Falkenhausen steht, benannt nach General Freiherr Ludwig von Falkenhausen, Kommandierender General des XIII. Königlich Württembergischen Armeekorps (1899 - 1902), war früher der 18 Meter hohe Turm auf zahlreichen Postkarten des Dorfes abgebildet.

In Magolsheim gab es von 1951 bis 1992 einen französischen Feldflugplatz (Terrain d’Aviation Magolsheim), den von 1958 an die Bundeswehr mit nutzen konnte (Foto oben), außerdem hatte die Gemeinde zwei Außenfeuerstellungen, von wo aus bis Anfang 2004 scharf geschossen wurde. 

Dass es auf dem ehemaligen Schießplatz inzwischen einen neuen Aussichtsturm gibt, ist der Ortsverwaltung Magolsheim, der Münsinger Rathausverwaltung und dem Bundesforstamt zu verdanken. Anlässlich des 750-jährigen Bestehens des Münsinger Stadtteils wurde im Herbst 2018 die Aussichtsplattform Alpenblick (830 Meter über NN, Video) in unmittelbarer Nachbarschaft zum Wasserhochbehälter eingeweiht.